Mein Name ist Barbara Lutz. Ich bin die Gründerin des Frauen-Karriere-Index und stelle dieses Management-Tool allen Unternehmen zur Verfügung. Unter frauen-karriere-index.de können Sie einen Einblick in das Instrument und die Teilnehmer gewinnen. Zudem berate ich Unternehmen, die sich dem Thema Business Excellence verschrieben haben. Über meine Erfahrungen und Forschungsergebnisse referiere ich als gefragter Keynote SpeakerIch hatte das Glück einen Teil meiner Jugend und des Studiums im Ausland zu verbringen und habe mit dem Start meines Berufslebens im internationalen Umfeld gearbeitet.

Die gravierenden Unterschiede zu deutschen Unternehmen und Strukturen sind mir erst wirklich aufgefallen, als ich nach einem amerikanischen und französischem Unternehmen in einen deutschen Konzern kam. Dort spürte ich erstmals:

„Ja, ich bin eine verheiratete Frau mit zwei Kindern in einer Spitzenposition – offensichtlich war dies nicht normal.“

Viele deutsche Unternehmen tun sich weiterhin schwer damit Raum für Innovation und Veränderung zu schaffen. Um dies zu ändern und eine Lösung anzubieten, habe ich in Kooperation mit dem Bundes-Familienministerium den Frauen-Karriere-Index ins Leben gerufen. Ich wollte mich nie in die emotionalen Diskussionen einklinken, sondern aktiv etwas ändern. Basierend auf Zahlen und Fakten. Das Ergebnis sehen Sie hier:

Logo - Frauen Karriere Index FKi - Barbara Lutz

Unternehmerische Exzellenz entsteht durch die besten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Unternehmen.
www.frauen-karriere-index.de

Es war natürlich ein erfahrungsreicher Weg bis zur Gründung meines eigenen Unternehmens. Drei meiner beruflichen Stationen und die Erkenntnisse daraus möchte ich mit Ihnen teilen:

1.Der Grundstein: Ogilvy + Mather Ltd./PLC

Der Sprung in internationale Gewässer hat mich nachhaltig geprägt. Europäische Verantwortung und Beratung von internationalen Blue Chips war das beste Training, das ich bei einer weltweit agierenden und börsennotierten Kommunikationsagentur mit Spezialisten in allen wichtigen Disziplinen sammeln durfte. In diesem Umfeld war es ganz normal, bereits sehr jung mit Top-Leistung auch schnell in Top-Führungsverantwortung zu gelangen.

Ein Erfolgsindikator, um Ziele langfristig zu erreichen: im internationalen Kontext denken!

2. Das 80 Millionen-Projekt: Publicis EuroBuro

Mit internationaler (Führungs-)Erfahrung hat mich die Aufgabe fasziniert eine ganzheitliche 80 Millionen-Informationskampagne zu leiten, die es in sich hatte: Die Zusammenstellung und Leitung eines Euro Experten-Teams und die Kommunikation hinsichtlich der Euro-Einführung. Aufklärungsarbeit mit dem Ziel, dass alle Europäer den Slogan „Der Euro, unser Geld“ unterschreiben. Entwickeln, umsetzen, vernetzen und ein Projekt auf den Punkt liefern mit einem Team aus 13 Nationen, im Alter von 18 – 68 zeigt welche Kraft in Führung, Vernetzung und diversen Teams liegen kann.

Arbeiten für eine Institution mit 15 Finanzministerien, 15 nationalen Zentralbanken und für 350 Millionen Europäer auf einem Projekt, dass nicht scheitern darf. Das geht nur mit den richtigen Personen am richtigen Platz.

Und natürlich kann man dies in einem französischen Konzern auch als hochschwangere Frau. Mit zwei Kindern ist es auch kein Thema, Geschäftsführerin mit P&L Verantwortung zu sein.

3. Die Merger: Commerzbank

Zwei Merger habe ich in dieser wichtigen Phase meiner Karriere als Führungspersönlichkeit weiter geformt und kommunikativ gefordert. Die Zusammenführung von Cominvest und Adig war eine wichtige Erfahrung. Und mit der Etablierung des Cominvest Aktienindex wurde eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das Verhalten der Deutschen zu Aktien und Geldanlagen gelegt. Als Leiterin für Segmentkommunikation bei der Commerzbank habe ich die gesamte Marketing und Kommunikationsleistung des Konzerns für das Privatkundengeschäft verantwortet und die Übernahme der Dresdner Bank kommunikativ mitverantwortet – und das in Zeiten der Finanzkrise. Die Erfindung des Commerzbank Kundenbeirats war für die Reputation des Hauses sehr wichtig und die Ideen die dort entstanden sind waren wie in einem Innovation Hub für Kundenbedürfnisse.

Kommunikation in Change Phasen muss sowohl an die Kunden aber auch an die Mitarbeiter gerichtet sein. Führung darf hier nicht zögern und unsicher wirken.

Erfahrungsschätze

Eine Erfahrung – die ich selbst gemacht habe – ist, dass Unternehmen, die auf Frauen und deren Bedürfnisse eingestellt sind, nur profitieren können. Hier sind die Strukturen offener, Leistung ist der differenzierende Faktor und neue und andersartige Ideen können sich durchsetzen. Alles Werte, die für Unternehmen, die Digitalisierung und Arbeit 4.0 in den Strukturen verankern müssen, entscheidend sind. –  Schließlich wirken Digitalisierung und flexible Arbeitszeiten auch anziehend auf andere vielfältige, leistungsstärkere Mitarbeiter – etwa die begehrte Generation Y.

Mein Credo: Business Excellence –
Impulse liefern, um Innovationen zu ermöglichen und deren Umsetzung im Unternehmen erreichen.

Fakt ist: Männer und Frauen sollten gleichermaßen Karriere machen können, und zwar in einem Unternehmen, das ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Innovative und moderne Unternehmen ergreifen bereits schon die richtigen Maßnahmen, um dies zu erreichen. Das Potential, dass sich dabei entwickelt ist das wichtigste Kapital für jedes Unternehmen. Richtig genutzt wird das Unternehmen in Zukunft weitaus erfolgreicher und wettbewerbsfähiger sein. Innovationskraft bekommen Unternehmen daher nicht nur während eines Kurztrips ins Silicon Valley. Die Herausforderung ist, Innovationen im eigenen Unternehmen möglich zu machen und umzusetzen.

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